Hier kommt, warum ich den Gardasee liebe, und warum es vielleicht doch nicht so gut ist, her zu kommen.
Dieses Blau! Es hat mich dazu verleitet Azzurro, von Adraina Celentaona unter mein Video bei Instagram zu legen. Es ist nur nicht so richtig eine unbeschwerte Hymne, an diese Farbe, auch wenn es sich für so anhörte, handelt der text doch von sehr viel tristeren Dingen. (Danke für den Hinweis, Marion 😉 )
Aber es ist nun mal so, wenn man über den Brenner Richtung Italien kommt, dann ist da dieses Dolce Vita Gefühl. Zumindest mir geht es so. Und ich habe den Tipp von Joschi befolgt und direkt an der ersten Raststätte einen echten, italienischen Kaffee getrunken. Und wenn dann am Gardasee die Vespas vor dir herknatrern, du von überall ein „Ciao“, oder „Boun giornata“ hörst, dann ist Zeit für „La dolche vita“.
Ich hatte über AirBnB ein kleines Appartment gebucht. Der Empgang durch Bruna, der Vermieterin, war super hertlich. Sie spricht deutsch, ihr Mann kommt aus Langenfeld. Und ich glaube, ich werde ihre Sprachnachrichten für immer aufbewahren, der Akzent ist so hinreißend. In die kleine Wohnung hab ich mich schock verliebt. Sie liegt mitten in der Altstadt von Malcesine. Man kann natürlich nicht mit dem Auto bis vor die Haustür fahren. Und ja, um diesen sensationellen Ausblick zu haben, muss man ein paar Stufen laufen – aber es ist herrlich! Da oben zu sitzen, und auf den See zu starren. Bei jedem Lichtwechsel zu staunen. Von unten hört man die Stimmen der Touris. Deutsch, Englisch vor allem. Und ja, das ist auch manchmal ganz schön laut, und vor allem am Abend, wenn der ein oder andere Vino geflossen ist, artet es auch im Gegröle aus. Ich schließe, wenn es mir zu viel wird einfach die Tür, dann ist Ruhe.
Und damit kommen wir zu meinen Gedanken von oben. Malcesine wird quasi heimgesucht. Am Tag schieben sich die Massen durch die kleinen Strassen. Und es ist noch nicht einmal Hauptsaission. Wie muss sich das für die anfühlen, die hier wohnen? Und aprospros wohnen, ich hocke hier feist in einer AirBnB Wohnung. Und der Wohnraum für die Einheimischen wird immer teurer. Aber klar ist auch, die Gegend lebt vom Tourismus. Vor den vielen Restaurants stehen überall Kellner und versuchen, die Menschen in IHR Lokal zu locken. Angeblich sind die Preise deutlich gestiegen, dadurch seien viele Stammgäste weg geblieben. (Hab ich im Focus gelesen) Ich finde die Preise ganz ok, 19 Euro für selbstgemachte Pasta zahlt man bei uns auch. Ein Wein 5 Euro auch ok. Heute Mittag in Cassone gab es sogar eine Pizza Magharita für 10 Euro, direkt mir Top View auf den See.
Tja, wieviel Touri will ich sein, darf ich sein? Die Sunset Bootstour auf dem historischem Segelschiff war traumhaft! 2 Stunden, 50 Euro, für Max und mich. Inclusive einiger Gläser Proseco und diverser Häppchen. Ist das schon Abzocke? Ich finde nicht. Bin übrigens ganz spontan eingestiegen, wollte eigentlich erst mal nur fragen, ob Hunde mit an Board dürfen und ob sie Sonntag auch fahren. Und schwupps saß ich aufm Deck. Einziges „Problem“ nur noch 8 Prozent Akku. 😉 Was soll ich sagen, tat gut, die Handyzeit zu beschränken, und einfach nur aufs Wasser zu schauen… Und auf die Crew ;-))))
Unterwegs fragte ich nach einer kleinen Insel, es waren hunderte von Vögeln darauf und ein paar Ruinen. Die Insel war nicht groß, vielleicht so 1 km lang und einen halben breit. Die Lady von der Crew erzählte, das seien früher Bunker aus dem 2. Weltkrieg gewesen. Im Moment dienen sie dem Natuturschutz, aber die Gemeinde diskutiere, ob man sie als Hochzeitslocation umgestalten solle. Klar, das bringt Kohle. Hochzeiten, sieht man hier alle Nase lang.
Für mich war heute in der Vorsaission parken und fahren kein Problem, ich höre aber, dass das hier richtig nervig sein kann. Vielleicht wäre das schon mal ein Teil der Lösung, ein großer Parkplatz vorne ud Shuttle Servie rein?
Ok, dann mieten alle E Bikes, und wie das nerven kann wisst ihr selbst 😉









