Das ging leider nicht. So nah zu sein und dann nicht hinfahren. Venedig! Ich finde es sooooo schön. Wir haben auf einem Campingplatz unser Lager aufgeschlagen und sind für einen Nachmittag mit dem Boot rüber. Es war nicht so voll wie ich dachte, und die Leute alle so nett mit Max. Aber, wenn ich ehrlich bin, für einen etwas älteren, großen, scharzen Hund, ist das im Sommer nix. Wir sind nur wenig gelaufen, ein Aperol hier, ein Cappuccino da, dann etwas essen und wieder zurück. Besser als nicht da gewesen zu sein, finde ich.




Von da aus sollte es in die Gegend rund ums Po delta gehen. Darüber hatte ich schon einiges gehört. Auf dem Weg sah ich von der Strasse aus, einen großen Hafen. Der Ausdruck „klein Venedig“ fiel mir wieder ein. Chioggia – ich weiß gar nicht, wie man das ausspricht. Aber ich leibe es, dann einfach den Plan zu ändern. Runter von der Autobahn und mal gucken. Zuerst war ich entäuscht, lange, häßliche Promenade, ein üblicher Yachthafen. aber dann im Zentrum einige Kanäle, hübsche Brücken und nette Geschäfte. Nett, für unsere Mittagspause. Ich glaube, abends ist hier die Hölle los, aber da waren wir schon wieder on the road.
Nächser Stopp Gorino. Ausgangspunkt für eine Bootstour durch die Flußlandschaft. Übernachtet haben wir auf einem Mini Campingplatz am Hafen. Eigentlich wollte ich auch noch etwas von dem dort typischen Fisch essen. Viele Restaurants gibt es dort nicht. Als wir bei einer gut beweteten Osteria ankommen, sagt uns die Signor, dass alles ausgebucht sei. Doof. Also dann eben Spaghetti auf dem Campigkocher.
Ein bisschen spooky war unser Ausflug zum Strand an dem Abend. Das Navi für uns 10 Minuten durch die Pampa, kein mesch weit und breit. Dann da, wo wir unser Ziel erreichen, nur ein Auto. Ein VW aus Frankfurt. Na gut. Der Strand ist auch total leer. Nur jede menge Treibgut. Und einige „Buden“ mit Tüchern und Stühlen. Aber sonst nix. Alles seltsam. Zurück am Auto suche ich im Internet und muss lachen, jetzt macht das Kennzeichen des Frankfurter Autos Sinn. „F-KK XXXX“ – das hier ist ein beliebter Strand für Leute, die gern nackt baden!
Am Morgen gehts aufs Boot, wir cruisen mehr als 2 Stunden da rum. Es ist wunderschön. Nur sehr heiß. Ich bin dankbar, dass eine Frau anbietet ein Tuch über Max zu spannen. Una Casa del umbra per Max. Ein Schattenhaus für den Max. Am Ende sehen wir noch ein paar Flamingos, aber ich bin gedanklich leider schon im Auto, mit Klimanlage. Ich fürchte, das Thema Camping können wir bei den Temperaturen, die angesagt sind hier und auf dem Weg nach Hause vergessen. Ravenna ist der nächste Stopp. Ein Apartment mit Klimaanlage, sehr zentral.





